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Glossar
Was bedeutet eigentlich...?
Ist mein Raum für einen Projektor gut geeignet?

Muss der Raum abgedunkelt sein?
Wie wird der Projektor aufgestellt?

Warum ist eine Leinwand so wichtig?

Welche Arten gibt es?
Welches Format ist das richtige für mich?
Wie groß soll die Leinwand sein?
Was bedeutet "Gain"?

Auf welchen technischen Standards basieren Projektoren?

Warum ist Röhrentechnik nicht mehr so weit verbreitet?
Was sind die Vor- und Nachteile von LCD-Projektoren?
Was sind die Vor- und Nachteile von DLP-Projektoren?
Warum sind D-ILA-Projektoren so teuer?

Welche Kabel brauche ich?

Was ist ein Composite Video Signal?
Was ist ein S-Video Signal?
Was ist ein VGA (RGB) Signal?
Was ist ein Komponente Signal?
Was ist ein DVI Signal?

Wie erzeuge ich das beste Bild über die Projektoreinstellungen?

Wie stelle ich die Montage ein?
Wie stelle ich die Trapezkorrektur ein?
Wie stelle ich den Lampenmodus ein?
Wie stelle ich den Lüftermodus ein?
Wie stelle ich die Bildauswahl ein?
Wie stelle ich den Farbton ein?
Wie stelle ich die Farbe ein?
Wie stelle ich die Helligkeit ein?
Wie stelle ich den Kontrast ein?
Wie stelle ich Gamma ein?
Wie stelle ich die Bildschärfe ein?
Wie stelle ich den Speicher ein?



Lichtverhältnisse

Eines sei bereits vorweg gesagt: Videoprojektion macht nur im Dunkeln wirklich Sinn. Zwar können Kinobilder auch in hellen Räumen projiziert werden, Kontrastumfang, Farbsättigung und die Darstellung von Schwarz leiden jedoch erheblich unter dem Einfluss von Tageslicht.

Da Projektoren selbst als Lichtquelle fungieren, sollte im Raum so wenig Umgebungslicht wie möglich herrschen - nur so kommt wirklich soviel Licht auf der Leinwand an, wie es das Videosignal vom Projektor fordert und es für eine einwandfreie Darstellung des Bildes notwendig ist.

Hinzu kommt, dass reine Heimkinoprojektoren ohnehin nur soviel Helligkeit produzieren, wie für eine hochwertige Kinoprojektion benötigt wird. Die Werbeindustrie nutzt gerne das Thema Helligkeit (ANSI-Lumen), um frei nach dem Motto: "Je mehr ANSI-Lumen, desto besser das Bild" den Abverkauf von Videoprojektoren zu fördern.

Tatsächlich sind Bildwerfer mit hoher Lichtleistung primär für Präsentationen und Veranstaltungen konzipiert, da in Konferenzräumen oder Messehallen wesentlich höhere Lichtverhältnisse herrschen als in jedem abdunkelbaren Wohnraum. Heimkinoprojektoren mit einer Helligkeit von bis zu 1000 ANSI-Lumen sind für die Darstellung von Kinofilmen deshalb mehr als ausreichend.

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Aufstellung und Installation

Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Projektor ins heimische Lichtspielhaus zu integrieren: die Erste ist via Tischprojektion, wobei der Bildwerfer einfach auf ein im Raum befindliches Möbelstück gestellt wird. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sich das Objektiv des Projektors in gleicher Höhe zur Unterkante der Leinwand befindet.

Zwar besteht bei jedem Videoprojektor grundsätzlich die Option, schräg von unten auf die Leinwand zu projizieren. Da bei dieser Art der Aufstellung jedoch ein trapezförmiges Bild entsteht, was nur mit Hilfe der geräteeigenen Trapezkorrektur, allerdings zu Lasten der Bildqualität, begradigt werden kann, sollte auf eine schräge Positionierung verzichtet werden.

Die zweite Möglichkeit ist eine Festinstallation unter der Decke, wobei der Projektor kopfüber auf die Leinwand projiziert. In diesem Fall muss der Bildwerfer parallel zur Leinwandoberkante montiert werden, über eine Umschaltung wird das auf dem Kopf stehende Bild dann in die richtige Position gedreht.

Deckenhalterungen sind meist nicht im Lieferumfang enthalten und können beim Projektorhersteller nachbestellt werden. Achten Sie bei einer Festinstallation vor allem darauf, dass mindestens ein Netz und ein Signalkabel an den Projektor angeschlossen werden müssen. Kabelkanäle oder die noch bessere Unterputzlösung lassen Kabel dezent verschwinden.

Die richtige Leinwand

Neben den im Raum herrschenden Lichtverhältnissen spielt die Frage des Projektorstandorts eine wichtige Rolle. In engem Zusammenhang dazu sollte darüber nachgedacht werden, eine Leinwand anzuschaffen, da diese Teil der Projektion ist und zur Qualitätsverbesserung des Kinobildes erheblich beiträgt. Selbstverständlich sollte die Bildwand gegenüber des Projektorstandorts installiert werden, der Platz dafür sollte dementsprechend eingeräumt werden.

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Arten von Leinwand

Dem Heimcineasten stehen Motorleinwände mit elektrischem Einzug, Rolloleinwände für handbetriebene Leinwandaufwicklung, Rahmenleinwände für fixe Installationen und Stativleinwände für den mobilen Einsatz zur Auswahl.

Neben dem persönlichen Geschmack sollte vor allem die Qualität und Langlebigkeit des Tuches im Vordergrund stehen. Es ist daher zu empfehlen, bei Festinstallationen auf motorbetriebene oder in Rahmen eingefasste Leinwände zurückzugreifen. Diese liegen preislich zwar meist über den von Hand betriebenen Rollo- und Kurbelleinwänden, weisen dafür eine weitaus höhere Langzeitqualität auf.

Da Rolloleinwände vom Besitzer von Hand aus dem Gehäuse gezogen werden müssen, ist immer die Gefahr gegeben, dass sie mit der Zeit Falten aufweisen - schließlich wird nicht immer mit gleicher Intensität am Tuch gezogen. Für Heimkinoeinsteiger sind die günstigeren, manuellen Leinwände die richtige Wahl, da hier bereits mit nicht allzu hohem finanziellen Aufwand eine gute Projektionsfläche zu erwerben ist.

Die besten Motorleinwände sind die, bei denen das Tuch über einen Seilzug permanent unter Spannung gehalten wird. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Leinwand kann wie bei herkömmlichen Motorsystemen im Kasten versenkt werden und wirft, wie eine Rahmenleinwand, keine Falten.

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Das Leinwandformat

In engem Zusammenhang zur Bildgröße steht das eigentliche Bildformat, das auch als Seitenverhältnis bezeichnet wird. Für herkömmliche Fernsehprogramme und TV-Produktionen reicht das 4:3-Format.

Der anspruchsvolle Filmfan und Heimcineast wird sich aufgrund des vor allem auf DVD weit verbreiteten Breitbildformates eine 16:9 Leinwand ins heimische Kino hängen - schließlich würde in seinem Fall auf einer 4:3-Bildwand ein großer Bereich oberhalb und unterhalb der Projektionsfläche gar nicht erst zum Einsatz kommen, da Filme im Breitbildformat eine geringere Bildhöhe aufweisen als Filmmaterial im 4:3-Format.

Selbstverständlich hängt die Leinwandwahl auch vom verwendeten Projektor ab: kommt ein reiner 16:9-Projektor zum Einsatz (z.B. Panasonic PT-AE300E), dann wäre die Anschaffung einer Leinwand im Fernsehformat eher unvorteilhaft.

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Die Bildgröße

Ist die Wahl auf ein bestimmtes Leinwandsystem gefallen, steht eine weitere Entscheidung ins Haus: die Bildgröße. Für die beste, dem Raum und den Sitzplätzen angepasste Flächengröße sollten einige Faustregeln in Betracht gezogen werden.

Bei einem 4:3-Bild (herkömmliches TV-Format) sollte der Abstand der letzten Sitzreihe nicht mehr als das Fünffache der Nutzmaßhöhe der Leinwand beragen. Beispiel gefällig? Die Leinwand ist zwei Meter hoch. demnach sollte die letzte Sitzreihe nicht mehr als zehn Meter von der Projektionswand entfernt sein.

Bei einem 16:9-Tuch schrumpft dieser Höchstabstand auf das etwa Dreifache zur Nutzmaßhöhe: ist die Leinwand 1,40 Meter hoch, dann sollte die Entfernung zum letzten Sitzplatz nicht mehr als 4,20 Meter betragen.

Des Weiteren empfiehlt es sich, die Entfernung der Leinwand zur ersten Sitzreihe der Bilddiagonale gleichzusetzen. Zu guter Letzt wäre da noch der Aspekt Mindestabstand von der Leinwandunterkante zum Boden: das ideale Maß beträgt 1,25 Meter.

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Das Leinwandtuch

Trotz der vielen verschiedenen Tuchsorten empfiehlt es sich in herkömmlich abdunkelbaren Räumen, mit einem diffus reflektierenden, mattweißen Tuch zu arbeiten. Diese Art von Leinwand sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Lichtes über einen weiten horizontalen Sichtwinkel. Der Reflektionsgrad bei Leinwänden wird in "Gain" angegeben, wobei mattweiße Tücher meist den niedrigsten Gain von 1,0 besitzen. Für einen abdunkelbaren Raum sind diese Tücher die beste Wahl.

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Welche Projektionstechnik?

In den vergangen Jahren haben sich vier Projektionstechnologien im Heimkinobereich etabliert: LCD, DLP-, Röhren- und D-ILA-Projektoren stehen dem ambitionierten Heimcineasten zur Auswahl. Jede dieser Techniken hat Vor-und Nachteile, die es vor der Anschaffung eines der Systeme abzuwägen gilt, denn auch hier tragen Raum- und Lichtverhältnisse erheblich zur Entscheidungsfindung bei.

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Röhrenprojektoren

Die älteste Form der Videoprojektion ist die Röhrentechnik. Schon in den dreißiger Jahren gab es die ersten CRT gestützten Projektionssysteme (CRT = Cathode Ray Tube, zu Deutsch "Elektronenstrahl-Röhre"), die in den vergangen Jahrzehnten immer weiter perfektioniert wurden und auch heute noch als Referenz unter Videoprojektoren gelten. Neuere Modelle können neben herkömmlichen Videonormen wie PAL, NTSC oder SECAM sogar Computerdaten und hochauflösende Videosignale (HDTV) darstellen.

Herzstück der CRT-Projektoren sind drei Projektionsröhren, die jeweils ein einfarbiges Bild (Rot, Grün und Blau) erzeugen. Wie bei einem Fernsehgerät schreibt ein Elektronenstrahl die Bildzeilen auf eine in einem Schirm befindliche Phosphorschicht. Die dabei entstandenen Bildzeilen werden hiernach über Optiken auf die Bildwand projiziert. Um ein farblich korrektes Videobild zu erhalten, müssen die drei Optiken mittels Konvergenzeinstellung perfekt aufeinander ausgerichtet werden. Erst wenn die Grundfarben Rot, Grün und Blau exakt übereinander liegen, kann das volle Farbspektrum einwandfrei dargestellt werden. Ihren größten Vorteil haben die Röhrenprojektoren in ihrer sehr homogenen Bilddarstellung, Da das Bild via Elektronenstrahl erzeugt wird besitzen CRT-Bildwerfer keinerlei Pixelstruktur. Dazu kommt, dass Röhrengeräte die beste Schwarz-Darstellung unter allen Projektionslösungen aufweisen, von der Natürlichkeit der Farben ganz zu schweigen.

Dennoch: Röhrenprojektoren sind sehr groß und somit das klobigste, was sich ein Heimcineast unter seine Zimmerdecke hängen kann. Hinzu kommt, dass mit steigender Bildgröße die Zeilenstruktur des Bildes stark in den Vordergrund rückt. Um diese Struktur zu retuschieren, sind meist teure Bildverbesserungstechnologien (z.B. Linedoubler) nötig, die den Anschaffungspreis eines ohnehin schon teuren Röhrenprojektors schnell in die Höhe treiben.

Zum Schluss bleibt noch die aufwendige Inbetriebnahme des Projektors: Die Konvergenzeinstellung muss äußerst penibel ausfallen, um das Optimum zu erzielen. Da Röhren die Phosphorschicht der kleinen Schirme zum Leuchten bringen, bezeichnet man die CRT-Technik auch als selbst leuchtende Projektionstechnik. Die Helligkeit, die ein Röhrenprojektor erzeugt ist gerade so hoch, dass nur in perfekt abdunkelbaren Räumen das beste Bildergebnis zu erzielen ist. Für herkömmliche Wohnräume ohne ausreichende Abdunkelmöglichkeiten sind CRT-Geräte deshalb ungeeignet.

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LCD-Projektoren

Schon immer war sich die Unterhaltungselektronik-Industrie bewusst über die zu großen Ausmaße von Röhrenprojektoren, weshalb sich schon Ende der achtziger Jahre verschiedene Hersteller auf die Entwicklung von LCD-Projektoren spezialisierten.

Grundlage der LCD-Technik (LCD = Liquid Crystal Display) sind tausende kleine LCD-Elemente, die sich auf einem LCD-Panel befinden und ihre kristalline Struktur bei anliegender Spannung verändern. Dadurch können je nach Intensität der Spannung alle Graustufen (Helligkeitsstufen) dargestellt werden. Da für Videoapplikationen die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau benötigt werden, kommen bei LCD-Projektoren gleich drei solcher Panels zum Einsatz: Das weiße Licht der Projektionslampe wird über Prismen (auch dichroitische Spiegel genannt) in die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau geteilt und zu den jeweiligen Panels weitergeleitet. Nachdem das Licht die LCD-Elemente durchdrungen hat, werden die drei Farbanteile wieder zusammengeführt und gebündelt über das Objektiv auf die Leinwand projiziert.

Die Auflösung (und damit auch das Bildseitenverhältnis) des LCD-Projektors wird durch die Anzahl der LCD-Elemente (Pixel) bestimmt: Um Bilder im 4:3-Format verlustfrei darstellen zu können, reichen LCD-Panels mit einer Auflösung von 800x600 Bildpunkten (SVGA) völlig aus. PAL-16:9-Bilder hingegen benötigen eine Mindestauflösung von 960x540 Pixeln - die Anzahl an Bildpunkten, die unter anderem unserem Demogerät PT-AE300E von Panasonic nativ zur Verfügung steht.

Mangelnder Schwarzwert und eine sichtbare Pixel-Matrix (auf der Leinwand sichtbare Leiterbahnen zwischen den einzelnen LCD-Elementen auf dem LCD-Panel) waren lange Zeit die Schwachpunkte der LCD-Technologie. Durch neuartige Techniken wie Panasonics "Smooth-Screen-Technologie" wird die Pixelstruktur der Panels und die auffällige Pixel-Matrix bis zur Unkenntlichkeit retuschiert und durch Verwendung von schwächeren Projektionslampen der Schwarzwert deutlich verbessert.

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DLP-Projektoren

Mitte der neunziger Jahre kam die von Texas Instruments entwickelte DLP-Technologie (DLP = Digital Light Processing) auf den Markt. Bei dieser Projektionsmethode zeichnen sich tausende kleiner Mikrospiegel für die Bilddarstellung auf der Leinwand verantwortlich: Soll Licht auf der Leinwand erscheinen, dann richten sich die auf einem Halbleiterchip ("Digital Micromirror Device" kurz DMD) befindlichen Spiegelchen in Richtung Objektiv und reflektieren das Bild hin zur Leinwand. Soll hingegen kein Licht auf der Projektionsfläche erscheinen, klappen die Mikrospiegel in Richtung des Geräteinneren und reflektieren das von der Projektionslampe ausgesandte Licht auf eine schwarze Fläche, die die gesamte Helligkeit der Lampe absorbiert. Die meisten DLP-Projektoren sind "Single-Chip-DLP-Geräte", die mit einem einzelnen DMD-Chip ausgerüstet sind.

Doch wie erzeugt ein DLP-Projektor seine Farben? Da die Mikrospiegel grundsätzlich nur in der Lage sind, alle Graustufen des Bildes darzustellen, muss das Bild vorher noch ,"eingefärbt" werden. Dabei kommt ein rotierendes Farbrad zum Einsatz, das in die Grundfarben Rot, Grün und Blau unterteilt ist und insgesamt sechs Farbsegmente aufweist (zwei mal Rot, Grün und Blau). Durch die hohe Rotation des Rades nimmt das menschliche Auge die nacheinander auf die Bildwand geworfenen Farben als ganzes Farbbild wahr, das gesamte Farbspektrum kann somit dargestellt werden.

Bei bestimmten Filmszenen mit kritischem Bildinhalt können dennoch im Bild "Regenbogeneffekte" auftreten, die auf die Farbsegmente des Farbrades zurückzuführen sind. Da die Spiegel bei einem Schwarzsignal kein Licht in Richtung Leinwand reflektieren, sind DLP-Projektoren für ihren hohen Schwarzwert und Kontrast bekannt.

Einen Nachteil hat die DLP-Technik dennoch: Da die Spiegel nur zwei Helligkeitszustände darstellen können (Licht auf der Leinwand = weiß; kein Licht auf der Leinwand = schwarz), müssen die Spiegelchen zur Darstellung von Graustufen unterschiedlich schnell kippen, was sich in halbdunklen Bildbereichen als auffälliges Bildrauschen bemerkbar macht.

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D-ILA-Projektoren

Ende der neunziger Jahre wurde noch eine weitere Projektionstechnik auf den Markt gebracht: Die D-ILA-Technik (Direct Drive Image Light Amplifier). Bei D-ILA-Projektoren kommen gleich mehrere Projektionsprinzipien zum Einsatz, die von LCDs über Spiegel bis hin zu polarisiertem Licht reichen. Das von einer Projektionslampe erzeugte, weiße Licht trifft dabei zuerst auf einen polarisierenden Beam-Splitter (kurz PBS), der das einkommende Licht aufspaltet, um 90 Grad dreht und als S-Wellen in Richtung D-ILA-Panel weiterleitet.

Das Panel ist in mehrere Schichten unterteilt: Zuerst durchdringt das Licht eine Glasschicht nebst transparenter Elektrode, um dann auf eine Flüssigkristallschicht zu stoßen. Hinter dieser Schicht befinden sich hunderttausende aus Aluminium bestehende, reflektierende Pixel-Elektroden, die rückseitig von einem CMOS (Metall Oxid Sperrschicht Transistor) mit Spannung versorgt werden. Liegt nun Spannung an, dann verändert sich die kristalline Struktur der Flüssigkeitskristalle - das Licht, das durch die Flüssigkristallschicht auf die Spiegel gelenkt wird, wird auf diese Weise moduliert. Je nach Spannungsintensität dreht sich das Licht, so dass alle Graustufen dargestellt werden können. Nach der Modulation besteht das Licht aus P-Wellen, die von den Spiegeln durch den Beam-Splitter auf die Leinwand projiziert werden. Liegt keine Spannung an, dann wird das Licht als S-Welle einfach zurück zur Lampe reflektiert und kann den Beam-Splitter nicht in Richtung Objektiv passieren.

Da bei dieser Projektionslösung die Steuerleitungen für die LCD-Elemente hinter der Flüssigkristallschicht liegen, gehört die typische Pixel-Matrix der Vergangenheit an. Zudem sind bei der D-ILA-Technik extrem hohe Auflösungen möglich, die bisher bei keiner anderen digitalen Projektionsmethode realisiert werden können. Die Bildpunkte sind zudem enorm klein und nur mit der Nasenspitze auf der Leinwand wirklich erkennbar, was letztendlich die Preise für D-ILA-Projektoren in die Höhe treibt.

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Das richtige Kabel

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Projektion ist die Signalzuspeisung. Der beste Projektor kann nur so gute Bildergebnisse abliefern, wie das Signal an Qualität hergibt. Wir haben für Sie die gängigsten Videosignale zusammengetragen und erklären, wo die Vor- und Nachteile der jeweiligen Signallösungen liegen.

Gute Heimkinoprojektoren zeichnen sich durch Eingangsvielfalt aus. Unser Testmodell Panasonic PT-AE300E besitzt an Bildeingängen alles, was für hochwertige Videoapplikationen relevant ist: Composite, S-Video, VGA (RGB) SCART, Komponente und DVI.

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Composite Video / FBAS

Bei Composite Video (auch "FBAS" genannt) handelt es sich um die einfachste, jedoch auch schlechteste Variante der Bildübertragung. "FBAS" steht für "Farb-Bild-Austast-Synchronsignal", das alle zum korrekten Bildaufbau nötigen Komponenten in einem Kabel vereint und zum Projektor leitet. Eigentlich ist diese Art der Signalübertragung ein Relikt aus der Frühzeit des Farbfernsehens, denn FBAS wurde entwickelt, um zu alten Schwarz-Weiß-Fernsehern kompatibel zu sein, die das für Farb-TVs enthaltene Farbsignal nicht entschlüsseln konnten.

Schlecht ist die Qualität dieser Signalart deshalb, weil die Farbinformationen im oberen Frequenzbereich des FBAS-Signals abgelegt sind. So nimmt die Farbe genau die Kapazität des Frequenzbandes in Anspruch, die eigentlich für Bilddetails und Auflösung wichtig sind - mit dem Ergebnis, das Bild mit hässlichen Moire-Effekten und mangelnder Farbauflösung zu verschlechtern.

Meist als gelbe Cinchbuchse und mit der Bezeichnung "Composite", "FBAS" oder "Video" beschriftet findet sich diese Art von Bildausgang an jedem gängigen DVD-Spieler. Da dieses Signal das geläufigste unter kommerziellen Videogeräten ist, findet sich an jedem Projektor solch ein passender Eingang.

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S-Video / Y/C

Eine beinahe hundertprozentige Bildverbesserung gegenüber FBAS ist S-Video (auch "Y/C" genannt). Bei dieser Übertragungsform wird das Bild bereits in zwei unterschiedlichen Komponenten zum Projektor übertragen. Der Ausdruck "Y/C" beschriebt die Art des Signals: "Y" steht im Videobereich für Luminanz (Helligkeit), während der Buchstabe "C" für Chroma (Farbe) steht.

Vorteil dieser Übertragungsform ist, dass der Helligkeit wie auch der Farbe ein separater Leiter im Kabel zur Verfügung steht, der speziell für die jeweilige Komponente konfiguriert ist. Die beiden Signale stören sich so nicht gegenseitig und berauben sich nicht ihrer jeweiligen Frequenzkapazitäten. Das Ergebnis: höhere Farbtrennung, Tiefeneindruck und Feinzeichnung im Videobild.

Typisches Merkmal des S-Video-Inputs (auch Hosiden-Eingang genannt) sind seine vier schmalen Öffnungen, in die mit äußerster Vorsicht die vier feinen Stifte des S-Video-Steckers (Hosiden-Stecker) eingeführt werden müssen. Warum vier Stifte? Neben Helligkeit und Farbe stellen die übrigen Beinchen die Masseleiter der jeweiligen Komponenten dar. Da die meisten Projektoren neben FBAS über einen solchen Hosiden-Eingang verfügen, sollte das Bild mindestens mit dieser Signalart von der Bildquelle zum Display übertragen werden.

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VGA / RGB

Vor allem im Profibereich findet diese Bildübertragungsart großen Zuspruch, da bei VGA (VGA steht in diesem Fall für die Bildübertragung bei Computern) das RGB-Signal zugrunde liegt. "RGB" steht für Rot, Grün und Blau, jene Grundfarben, die addiert Weiß ergeben. Es ist umstritten, ob RGB tatsächlich besser oder schlechter ist als das unten beschriebene YUV-Signal, beide Signalarten haben jedoch den Vorteil, dass die einzelnen Komponenten des Bildsignals isoliert voneinander über ein Kabel zum Display übertragen werden.

So kommt es, dass aufgrund der hohen Bildqualität viele Heimkinoprojektoren beide Signaltypen akzeptieren, die meistens über Cinch- oder BNC-Eingänge in die Bildwerfer eingespeist werden. Neben der Farbinformation benötigen die Projektoren bei RGB oft Signale für die horizontale und vertikale Bildsynchronisation. Klassische RGB-Kabel verfügen deshalb über fünf anstatt über nur drei Kabel, um auch die Synchronisation isoliert zum Bildgerät übertragen zu können. Auch VGA Ein- und Ausgänge übertragen das RGB-Signal - je nach Gerät kann also auch ein Kabel mit VGA-Stecker zur Verbindung mit dem Quellengerät benötigt werden.

Ganz wenige Projektoren (wie der Panasonic PT-AE300E) verfügen zudem über eine Scartbuchse, die das von DVD-Spielern ausgegebene RGBY-Signal entgegennehmen können. Das "Y" steht in diesem Fall für die Synchronisation, die bei Projektoren ohne Scartbuchse an einem der beiden Sync-Eingänge eingespeist werden muss.

beamer


YUV / Komponente

Da die Farbinformationen auf der DVD nicht in RGB, sondern in einer Differenz zueinander abgespeichert sind, liegt es nahe, ein Farbdifferenzsignal aus dem DVD-Spieler zum Projektor zu leiten. Das Farbdifferenzsignal wird als "YUV" bezeichnet, wobei "Y" wieder für die Helligkeit, "U" und "V" jeweils für "Differenz-Rot" und "Differenz-Blau" stehen. Grün entsteht, wenn die beiden Differenzsignale, "Rot" und "Blau" wieder im Bildgerät zusammengeführt werden.

Der Vorteil dieser Übertragungsform ist der, dass die von DVD ausgelesenen Farbinformationen via YUV-Kabel (auch Komponentenkabel) direkt an das Display weitergereicht werden können. Es muss zudem nicht erst in RGB ummoduliert werden, um es beispielsweise über Scart oder VGA ans Bildgerät zu liefern. Wie bei RGB steigt auch bei YUV gegenüber S-Video nochmals die Farbtrennung und -auflösung, und auch die Bildschärfe nimmt nochmals deutlich zu.

Viele progressive DVD-Spieler (DVD-Spieler mit Vollbildausgabe anstelle der herkömmlichen Halbbildausgabe) besitzen einen YUV-Ausgang. Wer in Zukunft mit Progressive-Scan arbeiten möchte, sollte bei der Anschaffung eines Projektors auf einen derartigen Eingang Wert legen. An DVD-Spielern ist der YUV-Ausgang (oft auch mit Y/Pr/Pb oder Y/Cr/Cb gekennzeichnet) an drei farbigen Cinchbuchsen zu erkennen (Rot, Grün und Blau), die das YUV-Signal an den Projektor weiterleiten.

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DVI

Ein Optimum an Bildqualität bietet derzeit die digitale Bildübertragungsart (Digital Visual Interface). DVI ermöglicht, die ohnehin schon digitalen Bildsignale von DVD auf direktem Wege vom Bildgerät zum Projektor zu transportieren - überflüssige Digital-Analog- sowie Analog-Digital-Wandlungen zwischen Wiedergabegerät und Display fallen somit weg.

Der Vorteil dieser Signalübertragung liegt auf der Hand: Jede Analogisierung digitaler Bilddaten bringt eine Verschlechterung mit sich, von der Übertragung solcher Signale über lange, analoge Bildkabel ganz zu schweigen. Da bei DVI das Signal 1:1 vom Datenträger (zum Beispiel DVD) zum Projektor übertragen wird, können Übertragungsprobleme wie Bildrauschen gar nicht erst auftreten.

Da anfänglich von der Filmindustrie die Befürchtung geäußert wurde, Raubkopierern werde mit digitalen Bildschnittstellen Tür und Tor zu perfekten Kopien der Filmdaten geöffnet, entwickelte Intel vor nicht allzu langer Zeit das Kopierschutzverfahren "HDCP" (High Bandwidth Digital Content Protection). Nur diese Art der kopiergeschützten DVI-Schnittstelle gilt heute von der Filmindustrie als akzeptiert, was zur Folge hat, dass alle neuen Geräte ausschließlich mit dieser Art der Bildver- und entschlüsselung ausgerüstet sein sollten. "Sollte" deshalb, weil immer noch diverse Geräte im Umlauf sind, die nicht mit dem HDCP-Standard kooperieren. Nur wenn Bildquellengerät und Projektor über HDCP verfügen, ist ein Bild tatsächlich auf der Leinwand zu sehen.

Ein weiterer Vorteil von DVI ist der, dass bis zu 4,9 Gigabits pro Sekunde an Daten zum Display übertragen werden können. Werden zwei DVI-Leitungen gebündelt (Dual Link), dann sind sogar knappe 10 Gigabits pro Sekunde möglich - mehr, als für hoch auflösendes HDTV (1920x1080i) benötigt wird.

Einen Haken hat DVI dennoch: Aufgrund des digitalen Signalaufbaus sind nur DVI-Kabel mit einer Länge bis zu 10 Meter für die Übertragung von Daten geeignet. Somit muss schon von Vornherein geklärt sein, wo das Abspielgerät (zum Beispiel der DVD-Spieler) stehen soll - denn hängt der Projektor einmal unter der Decke, dann können 10 Meter Kabel plötzlich zu kurz sein.

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Projektoreinstellungen

Ist der Projektor in Position gebracht, mit dem gewünschten Kabel an den DVD-Spieler angeschlossen und ist eine DVD zur Bildjustage in Selbigen eingelegt, dann kann mit dem zweiten wichtigen Schritt bei der Projektorinstallation begonnen werde: Dem Projektorsetup.

Wie bei jedem Gerät, das zum ersten Mal in Betrieb genommen wird, muss auch beim Projektor zuerst die Menüsprache festgelegt werden. Zwar ist zur schnellen Projektorinbetriebnahme die englische Sprache völlig ausreichend, dennoch sind bestimmte Konfigurationspunkte in deutscher Sprache vor allem für Einsteiger leichter verständlich.

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Montage

Im zweiten Schritt muss dem Projektor einmalig mitgeteilt werden, in welcher Weise er das Kinobild projizieren soll: Hängt der Bildwerfer beispielsweise kopfüber unter der Decke, dann muss das Bild erst einmal um 180 Grad gedreht werden. Steht der Projektor hinter einer Rückprojektionswand und projiziert in Richtung Publikum, dann muss das Bild zudem spiegelverkehrt auf die Leinwand geworfen werden. Für diese Fälle gibt es beim Panasonic PT-AE300E im Optionsmenü die Punkte "Tisch/Decke" und "Montage", wobei ersteres das Bild dreht und zweiteres das Bild auf Wunsch spiegelt.

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Trapezkorrektur

Steht der Projektor schräg zur Leinwand (was möglichst vermieden werden sollte), dann muss das Bild via Trapezkorrektur an den Leinwandkanten ausgerichtet werden. Viele Projektoren, vor allem im unteren Preissegment, bieten dafür eine digitale Trapezkorrektur, die jedoch meist auf eine vertikale Bildjustage limitiert ist.

Besser ist, wenn der Projektor zudem eine Trapezkorrektur in horizontaler Richtung besitzt: kann der Projektor, aus welchen Gründen auch immer, nicht mittig vor der Leinwand positioniert werden, dann kann das Bild mittels horizontaler Trapezkorrektur wieder begradigt werden. Dennoch gilt: digitale Trapezkorrekturen gehen immer zu Lasten der Bildqualität, weshalb einer ordentlichen Installation des Projektors der Vorzug gegeben werden sollte. Damit ist die Trapezkorrektur nicht mehr vonnöten.

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Lampenmodus

Besteht beim Projektor die Möglichkeit, die Lampenleistung zu reduzieren, dann sollte auf diese Funktion unbedingt zurückgegriffen werden: Nicht nur, dass sich dabei die Lebenszeit der Lampe deutlich erhöht (beim Panasonic PT-AE300E bis zu 5.000 Stunden), vor allem der bei manchem LCD-Projektor kritische Schwarzwert verbessert sich deutlich.

Da in abgedunkelten Räumen die reduzierte Lichtleistung für ein natürliches Kinobild vollkommen ausreicht, bringt diese Schaltung dem ambitionierten Heimcineasten bildlich nur Vorteile. Herrscht im Raum jedoch eine geringe Resthelligkeit, dann kann die Lampenleistung erhöht werden. Wird mit zuviel Licht projiziert, dann wird aus Schwarz Grau. Daher sollte die Lampenleistung immer reduziert werden, um einen satten Schwarzwert zu erhalten.

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Lüftermodus

Lampe und Lüfter arbeiten immer im Einklang miteinander: produziert das Leuchtmittel viel Helligkeit, dann sorgt der Lüfter für die nötige Kühlung der empfindlichen Bauteile wie LCD-Panel und optische Einheit. Praktisch ist, wenn der oft sonst zu laute Ventilator gesteuert werden kann: Fährt der Projektor eine niedrige Lampenleistung, dann kann auch die Rotation des Lüfters deutlich reduziert werden. Der Projektor wird so wesentlich leiser, was vor allem bei ruhigen Filmszenen extrem ins Gewicht fällt. Bei unserem Panasonic PT-AE300E kann diese Funktion - gleich wie der oben erwähnte, steuerbare Lampenmodus - im Optionsmenü angewählt werden.

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Bildauswahl

Die meisten Videoprojektoren verfügen über vordefinierte Bilddarstellungsvarianten, die meist mit Namen wie "Kino-1", "Kino-2", "Warm", "Kühl" oder ähnlichem benannt sind. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in der Farbtemperatur, wobei die eine Einstellung einen leichten Rotstich, die andere einen leichten Grün- oder Blaustich aufweist. Meist ist die Einstellung "Standard" die beste Wahl, da diese von Werk aus eine bereits optimierte Darstellung der Farbtemperatur aufweist.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte ein schwarz-weißes Testbild für die Beurteilung des Bildmodus herangezogen werden: Stellt der Projektor die Graustufen mit Farbstich dar, dann sollten andere Modi aufgerufen werden. Der Modus mit der natürlichsten Schwarz-Weiß-Darstellung ist immer die beste Wahl. Viele voreingestellte Bildmodi weisen Rot- beziehungsweise Grünstiche im Bild auf. Mit einem Schwarz-Weiß-Bild lässt sich der farbneutralste Bildmodus ermitteln.

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Farbton

Auch die Einstellung "Farbton", die bei anderen Herstellern teilweise unter der Bezeichnung "Farbtemperatur" zu finden ist, dient zur Einstellung der Farbdarstellung. In den meisten Fällen muss erst der Modus "Benutzerdefiniert" aktiviert werden, um die Grundfarben Rot, Grün und Blau unabhängig voneinander konfigurieren zu können. Ist dies geschehen, kann anhand eines reinen Schwarz-Weiß-Bildes ein perfekter Weißabgleich erfolgen: erst wenn absolut keine Farbe mehr im Bild zu erkennen ist, kann davon ausgegangen werden, dass der Projektor Videobilder mit der korrekten Farbgebung darstellt.

Übrigens: Weiße Wolken sind ebenfalls ein guter Indikator für eine korrekt beziehungsweise falsch konfigurierte Farbtemperatur. Herrscht in den weißen Wolkenformationen ein minimaler Rotstich, ist Weiß nicht mehr weiß sondern rosa. Dann sollte die Farbdarstellung nochmals abgeglichen werden. Mit der Option, die Grundfarben unabhängig voneinander einstellen zu können, kann anhand eines Schwarz-Weiß-Bildes ein idealer Weißabgleich erfolgen.

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Farbe

War der Weißabgleich erfolgreich, dann kann mit der Konfiguration der Farbsättigung fortgeschritten werden. Sie zeichnet sich für die Intensität der darzustellen Farben verantwortlich und sollte daher mit Bedacht geregelt werden. Denn ist die Farbsättigung zu hoch eingestellt, dann werden vor allem Rottöne und Hautfarben mit übermäßigem, unnatürlichem Leuchten wiedergegeben.

Am einfachsten gestaltet sich die Einstellung der Farbsättigung unter Verwendung eines Testbildes mit blauem Quadrat auf weißem Untergrund. Mit Hilfe einer Blaufilterbrille muss die Intensität des Blaus im Quadrat dem Hintergrund so angepasst werden, dass sich beide Flächen farblich nicht mehr voneinander unterscheiden. Steht kein Universaltestbild zur Verfügung, dann kann auch anhand von herkömmlichen Bildern die Farbsättigung konfiguriert werden: Ist zuviel Farbe im Bild, leuchten Hauttöne unnatürlich rot. Erst bei stimmiger Farbeinstellung werden Hautfarben natürlich dargestellt.

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Helligkeit

Sind alle Farbeinstellungen gemacht, kann sich um die Konfiguration von Helligkeit und Kontrast gekümmert werden. Erst wenn Kontrast und Helligkeit perfekt aufeinander abgestimmt sind, kann ein homogenes und natürliches Videobild entstehen.

Zu geringe Helligkeit lässt Details in dunklen Bildbereichen verschwinden, während zuviel Helligkeit Schwarz in Grau verwandelt. Erst ausgewogene Helligkeitseinstellungen führen zu Bildern mit sattem Schwarz.

Kontrast

Wie bereits im Abschnitt "Helligkeit" erwähnt, stehen Helligkeit und Kontrast in engem Zusammenhang zueinander. Selbst wenn die Helligkeit korrekt justiert wurde, lässt ein zu hoher Kontrast Details in hellen Bildbereichen verschwinden, da Weiß zu sehr strahlt. Im Gegensatz dazu führt ein zu schwach eingestellter Kontrast zu matschigem Weiß, was der Brillanz des Bildes nicht gerade zugute kommt.

Zu wenig Kontrast stiehlt Videobildern die Brillanz. Ein zu hoch eingestellter Kontrast hingegen lässt weiße Bildinhalte zu sehr leuchten, Details im Bild gehen dabei verloren. Erst ein ideal konfigurierter Kontrast verleiht Objekten im Bild die notwendige Plastizität.

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Gammaeinstellungen

Mit dem Gammawert wird die Linearität des Übergangs vom dunkelsten Schwarzpegel zum hellsten Weißpegel beeinflusst. Bei unserem Vorführmodell Panasonic PT-AE300E kann das Gamma per Weiß- und Schwarzpegel eingestellt werden: Stehen alle Parameter auf Null, dann ist der Übergang gleichmäßig. Einstellungen im Plusbereich bewirken eine Verstärkung in dunklen Bildbereichen, Einstellungen im Minusbereich bewirken die Verstärkung von hellen Bildbereichen.

Am besten für einen perfekten Weiß- und Schwarzabgleich ist ein Testbild, an dem der gesamte Übergang von hell nach dunkel nachvollzogen werden kann. Ist der Weißpegel zu niedrig, dann wirkt Weiß klar grau. Ist der Pegel zu hoch eingestellt, dann gehen Bildinformationen verloren. Gleiches gilt selbstverständlich auch für den Schwarzpegel.

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Bildschärfe

Zu guter Letzt muss noch die Bildschärfe eingestellt werden. Wichtig ist vor allem, die Schärfe nicht bis ins Unendliche hochzuziehen: Nicht nur, dass auf diese Weise hässliche Konturenschatten an den Rändern von Objekten entstehen, es gehen auch wertvolle Details im Bild verloren. Zudem entstehen in feinen, bewegten Bildstrukturen unangenehme Moire-Effekte, die den Filmgenuss deutlich trüben. Bei Schärfe lautet demnach die Devise: Weniger ist mehr.

Von daher sollte anhand eines geeigneten Testbildes die Schärfe Schritt für Schritt angehoben werden, bis das Bild die nötige Kernigkeit besitzt, ohne seine Natürlichkeit und Homogenität zu verlieren. Zu wenig Schärfe lässt Bildinhalte zu weich erscheinen. Zu viel Schärfe dagegen wirkt unnatürlich, erzeugt Konturenschatten und lässt wertvolle Details im Bild verschwinden. Ein homogenes Bild zeichnet sich durch eine natürliche Schärfe aus, die knackig, jedoch nicht übertrieben hoch ist.

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Speicher

Sind alle Einstellungen gemacht, dann sollten diese im geräteeigenen Speicher gesichert werden. Bei den meisten Projektortypen stehen meist mehrere Speicherplätze zur Verfügung, um die peniblen Bildkonfigurationen ein für alle Mal zu speichern. Doch Achtung: schnell hat man versehentlich den falschen Speicher überschrieben, was eine Neukonfiguration aller Bildparameter zur Folge hätte. Versichern Sie sich immer erst, ob Sie auch den richtigen Speicherplatz gewählt haben, bevor Sie den Befehl des Überschreibens geben. Und noch etwas: wenn alle Stricke reißen, oder Sie aller getätigten Einstellungen überdrüssig sind, dann kann ein kompletter Menü-Reset erfolgen. Ist dieser durchgeführt, dann stehen alle Parameter des Projektors wieder auf Werkseinstellung.

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